3 Themen für unseren Monatsrückblick #3 – Jänner 2018

Der Jänner war kalt, dunkel und grau, wir hatten daher viel Zeit um auf dem Sofa zu sitzen und zu lesen. Dabei sind wir auf einen lesenswerten Artikel im Spiegel gestoßen, der sich mit Geschlechterrollen beschäftigt, sowie auf eine Fotografin, die Mädchen genau abseits dieser Geschlechterrollen ablichtet. Passend dazu möchten wir euch Pinkstinks vorstellen, ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der Bildung, Gleichberechtigung von Frauen und Männern und dem Verbraucherschutz.

grau in grau Jänner Pistenraupe Schipiste

Kate T. Parker: Wilde Mädchen – Am schönsten sind wir, wenn wir niemandem gefallen wollen – ein pretty bildband

Kate T. Parker ist Fotografin und für sie ist wahre Schönheit eine, die aus dem Inneren kommt. Ihr Ziel war es, genau das auf Fotos festzuhalten. Mit ihren Fotos will sie  mutige, unerschrockene und starke Mädchen zeigen, abseits von Stereotypen.

I wanted this series of images to show their boldness, their strength and the beauty in them, as they are.

In dem Bildband, der Ende Februar im mvgverlag auch auf Deutsch erscheint, befinden sich 175 Porträts von Mädchen im Alter zwischen 8 und 18 Jahren. Kate möchte mit ihren Fotos zeigen, dass wahre Schönheit in Authentizität und Selbstbewusstsein liegt und nichts mit Kleidergröße, Frisuren und Outfits zu tun hat. Dabei hat sie die Darstellerinnen bei ihren Hobbies (Karate, Schwimmen, Fußball etc) fotografiert und herausragende Persönlichkeiten entdeckt. Die Geschichte eines der porträtierten Mädchen hat uns dabei besonders bewegt. Grace,13 Jahre, erzählt über ihre schwere Erkrankung und lässt sich beim Schwimmen mit ihrer Beinprothese ablichten. Auf der Website der Fotografin findet ihr nicht nur Interviews der Wilden Mädchen, sondern könnt euch selbst ein Bild vom Bildband machen 😉

Kate Parker Wilde Mädchen Bildband

Männer, Frauen und alles andere – Der Spiegel

Der Titel der 2. Ausgabe des Spiegel 2018 war: Männer, Frauen und alles Andere, Geschlechterrollen und Sexualität 2018. Der Artikel beschäftigt sich damit, was Männer und was Frauen ausmacht und ob es etwas dazwischen gibt? Es kommen Eltern von einem intersexuellen Kind zu Wort und erzählen über ihre Erfahrungen mit dem „dazwischen“ und dass sie beschlossen haben, ihr Kind nicht in eine Richtung zu drängen. Auch das betroffene Kind selbst äußert sich hierzu: Ich finde es blöd, dass Leute bestimmen wollen, was normal ist und was nicht. Es gibt doch nicht nur Mann und Frau, es gibt auch Menschen wie mich (Der Spiegel 2/2018 S 12).

Des Weiteren behandelt der Artikel die juristische Seite und geht vor allem auf die Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichts ein, dass es im deutschen Personenstandsrecht künftig mehr als zwei Geschlechter geben muss – ein Novum in Europa. (Falls euch die juristische Seite zu diesem Thema näher interessiert, dann lasst uns das gerne wissen). Auch wird die medizinische Seite dieses Themas erschlossen und etwa über ärztliche Richtlinien berichtet. Hierzu auch im Spiegel online. Thematisiert wird auch Gendermarketing, wobei Genderaktivistin und Gründerin der Organisation Pinkstinks, Stevie Schmiedel, zu Wort kommt. Was uns gleich zu unserem nächsten Punkt bringt (siehe unten). Alles in allem ein sehr lesenswerter Artikel.

Pinkstinks Germany e. V.– eine unterstützenswerte Organisation

Wir sind schon lange ein Fan von der Organisation Pinkstinks und verfolgen die Aktionen mittels facebook und instagram fast täglich. Pinkstinks ist eine Protestorganisation, die gegen Produkte- und Werbeinhalte vorgeht, die Kinder eine limitierte Geschlechterrolle zuweisen. Entgegen den Namen geht es nicht darum Pink zu verteufeln, sondern Rosa als akzeptierte Farbe für Jungen zu etablieren (Über die Farbe Rosa und ihre Wirkung haben wir bereits mehrfach berichtet, hier könnt ihr mehr darüber lesen). Also love pink, hate pinkification ist nur ein Motto dieses Vereins.

Pinkstinks kämpft für mehr Vielfalt und setzt sich gegen Sexismus in Werbung ein. Hierfür gibt es auf pinkstinks.de auch ein Monitoring für sexistische Werbung. Wenn ihr denkt, dass ihr auf ein besonderes Schmankerl im negativen Sinn gestoßen seid, dann könnt ihr das Meldeformular auf der Pinstinks Website ausfüllen und die Werbung anzeigen. Um nicht nur negative Beispiele zu nennen, hat Pinkstinks einen Postiv-Preis für progressive Werbung eingeführt. Also zur Feier von Vielfalt in unserer Gesellschaft. Wenn ihr ein Positivbeispiel kennt, könnt ihr dieses für den Pinken Pudel, so heißt der Positivpreis, auf https://pinkstinks.de/pinker-pudel/einreichen/ nominieren. Pinkstinks ist eine tolle Organisation und die Website ist definitiv mehr als einen Besuch wert.

Auch verraten wir euch heute schon, dass Pinkstinks in unserem nächsten Monatsrückblick mit #notheidisgirls wieder vertreten sein wird. In diesem Sinne nicht vergessen: Pretty is surface and strenght is so much deeper (Kate Parker)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.