5 Themen, die uns im Dezember 2017 bewegt haben – Monatsrückblick #2

Besser spät als nie, kommt heute unser Monatsrückblick für den Dezember 2017. Nach einer grippebedingten Zwangspause über die Feiertage bis Mitte Jänner, wird es Zeit über Themen zu schreiben, die uns PANKs (professional aunts no Kids) im letzten Monat beschäftigt haben. Vom alljährlichen Weihnachtsstress, indiskreten Fragen über Familienplanung und die Anpassung von Kinderbüchern hat uns im Dezember so einiges bewegt. Absolutes Highlight im Dezember war jedoch ein Ausflug ins Technische Museum Wien. 

Ausflug ins Technische Museum Wien

Ein spontaner Besuch meiner Eltern und meiner vierjährigen Nichte hat mich kurzfristig etwas gestresst. Wohnung aufräumen, Lebensmittel einkaufen, Tagesablauf planen, das alles kann schon für die ein oder andere Schweißperle auf meiner Stirn sorgen. Doch erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Aufgrund meines neuen Jobs gepaart mit einer heftigen Erkältung, hatte ich weder Zeit unsere Wohnung auf Hochglanz zu putzen (obwohl meine Mama ein germophob ist und das kleinste Staubkörnchen sie nervös macht), noch ein großartiges Unterhaltungsprogramm zu erstellen. Stattdessen habe ich versucht mich noch kurz vor dem Besuch zu entspannen und alles auf mich zukommen zu lassen – und es hat sich ausgezahlt. Gemeinsam haben wir uns entschieden das Technische Museum zu besuchen und einen so stressfreien Tag wie möglich zu verbringen. Wir haben fast vier Stunden im Technischen Museum verbracht und jeder hat es genossen. Meine Nichte hat nicht nur die zwei genialen Spielplätze im Museum erkundet, sondern auch die interaktiven Spiele und Geräte (Orgel, Morseapparat, Laufen im Hamsterrad etc). Das Museum ist ein Highlight für alle Altersgruppen und daher eine absolute Empfehlung für den nächsten Familienbesuch (weitere Infos zum Technischen Museum findet ihr hier).

Technisches Museum Wien Spielplatz

Leseempfehlung: Kolumne // Kinderstress – obwohl noch gar keine da sind von This is Jane Wayne

Ganz ehrlich, diese Kolumne hat mir aus dem Herzen gesprochen. Gerade 2017 hatte ich (wahrscheinlich aufgrund meines 30. Geburtstags) mehrere Situationen, in denen ich auf das Thema Familienplanung angesprochen wurde. Nicht nur von meiner Familie und von Freunden, sondern auch am Arbeitsplatz. Eigentlich dachte ich, dass dieses Thema viel zu intim sei um es am Arbeitsplatz anzusprechen, doch ich wurde eines Besseren belehrt… Leider war ich nicht schlagfertig genug um die deplatzierten, unhöflichen und jede Grenze überschreitenden Fragen von Kollegen und Chefs nach etwaigen Kinderwünschen präzise und endgültig abzuwehren. Ich hätte mir gewünscht ihnen eloquent und mit einer gewissen Durchsetzungskraft klarzumachen, dass sie dieses Thema absolut nichts angeht. Bin aber ziemlich gescheitert. Es fällt mir schwer nachzuvollziehen, wie Personen aus dem Arbeitsumfeld oder teilweise fremde Personen, wie in diesem Artikel von This is Jane Wayne, sich das Recht nehmen, jemandem über so etwas intimes anzusprechen. Ich finde solche Aktion einfach nur respektlos und würde selbst nie auch solche Ideen kommen.

Wie seht ihr das? Habt ihr auch solche Erfahrungen machen müssen? Jedenfalls sprechen wir eine absolute Leseempfehlung für den Artikel von This is Jane Wayne aus.

Wie man Kinderbücher aus der Vergangenheit subtil anpassen kann und ob das notwendig ist?

Wir haben einen interessanten Artikel auf upworthy.com gefunden, der beschreibt wie ein Kinderbuch aus den 1950er Jahren mit kleinen Änderungen an die heutige Zeit angepasst wurde (8 changes that were made to a classic Richard Scarry book to keep up with the times). Progress. Am ersten Blick sind die Änderungen gar nicht so dramatisch, aber sie sagen einiges aus. Die „pretty stewardess“ wird zur „flight attendent“ und vor dem Herd steht nicht nur Frau Hase, sondern auch Herr Hase. Es wurde versucht Genderstereotype zu vermeiden und auch Berufsfelder wurden angepasst – vom Cowboy zur Wissenschaftlerin. Im Artikel wurde eine Studie der Florida State University zitiert, die festgestellt hat, dass bei Kinderbüchern eine geschlechterspezifische Verzerrung zu männlichen Hauptfiguren besteht, auch bei Büchern über Tiere. Janice McCabe, Leiterin der Studie, meint, dass diese Muster der Unterrepräsentanz von weiblichen Charakteren dazu beiträgt, dass Frauen weniger wichtig und interessant sind als Männer. Solche Geschlechterungleichheiten sind besonders einflussreich, weil sie durch den Einsatz von männlichen Hauptfiguren in Cartoons, Filmen, Video Spielen etc noch verstärkt werden. 

Wie seht ihr alte Klassiker mit denen wir aufgewachsen sind? Seid ihr der Meinung, dass Kinderbücher hinsichtlich Sprache, Berufsbilder, Stereotype angepasst werden müssen bzw findet ihr manche noch angemessen? Achtet ihr beim Kauf von Büchern für eure Patenkinder/Nichten/Neffen etc auf Genderstereotype bzw nach welchen Merkmalen sucht ihr Kinderbücher aus? Falls ihr mehr Interesse an Genderstereotype habt, dann seht euch unseren Beitrag zu Aufschriften auf Kinderkleidung an.

Feiertage – warum nicht alle in Feierlaune sind – It is ok, not to be ok

Gerade im Dezember können facebook & co ziemlich anstrengt sein. Alles glitzert, alles funkelt und gefühlt jeder feiert die schönste Zeit im Jahr mit seiner Familie vorm perfekt geschmückten Christbaum. Überall Fotos von feiernden Personen, Weihnachtsdeko und Geschenken. Viele vergessen, dass es gerade in dieser Zeit Personen gibt, denen es nicht gut geht. Sei es, weil man einsam, unzufrieden oder einfach nicht in Feierlaune ist. Das Jahresende und die Zeit um Weihnachten bieten viel Gelegenheit zur Selbstreflexion. Man trauert, weil man geliebte Personen verloren hat, man bereut, dass man zu wenig Zeit für die Liebsten hatte, oder man denk viel zu viel über vermeintliche Fehler nach. Fakt ist, nicht allen geht es in dieser Zeit gut und diese eitle Wonne Stimmung auf social media kann viele Personen unter Druck setzten. Daher tut es gut, als Abwechslung zu diesem Feiertagswahnsinn etwas mehr Realität zu sehen. Das Video von Lizzy Hadfield („Shot from the street“) über ihre Gefühle in der Vorweihnachtszeit und auch die Reaktionen von ihren followern hat eine realistischere Vorweihnachtszeit gezeigt. Es soll vor allem verdeutlichen, dass es ok ist wenn es einem nicht gut geht – auch wenn alle anderen in Feierlaune sind und Besinnlichkeit das oberste Gebot ist. In diesem Sinne, it’s ok not to be ok.

To do Liste von Unicef

Unicef Österreich hat auf ihrer facebook Seite in der Adventzeit eine hervorragende To-Do Liste gepostet. Eigentlich wollten sie darauf aufmerksam machen, dass wir uns vor den Feiertagen nicht den üblichen Wahnsinn (Shoppen, Stress etc) hingeben sollen. Die Liste zeigt Alternativen auf – seht selbst. Wir finden, dass diese To-Do‘s für das ganze Jahr gelten sollten und wollen sie euch für 2018 mitgeben. Geschenke sind nicht das Wichtigste, auch nicht zu Weihnachten. Sich Zeit zu nehmen bzw Zeit zu schenken ist viel mehr Wert, denn von gemeinsamen Erlebnissen hat man ein Leben lang was davon 😊 Was sagt ihr zu den Punkten auf der Liste? Hattet ihr den üblichen Stress vor Weihnachten? Werdet ihr euch vornehmen die nächste Vorweihnachtszeit anders zu nutzen?

Unicef to-do-List

 

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