Was die Aufschriften von Kinder T-Shirts aussagen

Mädchen träumen, Burschen sind Helden. So steht es zumindest auf den T-Shirts aktueller Kinderkollektionen geschrieben.

Leben wir nicht ohnehin in einer Welt voll von Stereotypen! Braucht es wirklich T-Shirts die das zusätzlich unterstreichen? Steht dort schwarz auf weiß, öfter auch weiß auf rosa, wie Mädchen und Buben gesehen werden wollen oder sollen?

Ich habe mich in den Onlineshops von H&M, C&A, Kik und P&C umgesehen. Mich hat interessiert was Herr und Frau Österreicher auf Kindershirts zu lesen und kaufen bekommen. Das Ergebnis ist ernüchternd, ist das Thema doch nicht neu. Finden sich bei den Mädchen Aufschriften wie „love to shimmer love to shine, never ever stop daydreaming, keep on smiling, right now I need a miracle, city of dreamers, I’m always stylish, fashion victim, today i’m a cute girl, love dream smile”, haben Buben nur mit einer “smiley world” ein Lächeln für uns übrig. Ihnen steht unter anderem “I’m a hero, spin it till you win it, who dares wins, let’s fix it, und ready to rumble.” zur Auswahl.

Vier Oberteile mit Aufschrift

Alles klar – also liebe Girls, solltet ihr mal aus euren Tagträumen erwachen, bitte aufmerksam lächeln und Styling nicht vergessen. Ich für meinen Teil komme nicht auf die Idee eines dieser T-Shirts zu kaufen noch weniger würde ich es verschenken.

Kennt ihr noch das „Tritt-mich-Spiel“ aus der Schule? Ich klebe dir einen Zettel mit „Tritt-mich“ auf den Rücken, ohne dass du etwas mitbekommst. Oh wie lustig. Jeder kann es lesen nur du nicht. Wie merkt man, dass man Hauptakteur in diesem Spiel ist? Ja genau, irgendjemand tritt dich. Ähnlich sehe ich es, wenn ich meiner Nichte, die dieses Jahr in die Schule gekommen ist, ein T-Shirt mit der Aufschrift „Head in the clouds“ schenke. Sie kann es wahrscheinlich noch nicht lesen, dementsprechend kennt sie die Bedeutung der Botschaft ihres Shirts noch nicht.  Noch dazu ist es in Englisch. Gerade die Erwachsenen, ihre Lehrerin, der Busfahrer, ihr Fußballtrainer, Papa, Mama, Oma und Opa können aber lesen und verstehen die Botschaft.

Wie bewusst nehmen wir die Aufschriften wahr? Haben sie Auswirkungen auf unser Verhalten oder geht das schon eine Spur zu weit. Was denkt ihr? Wir haben uns das Ziel gesetzt euch Alternativen zu zeigen. Demnächst gibt es mehr davon.

Let Clothes Be Clothes ist eine interessante Initiative aus Großbritannien, die sich mit dem Thema Stereotype bei Kindermode beschäftigt.

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